Tag 9 begann nicht, wie ein normaler Tag beginnen würde, denn alles schlief sehr, sehr, sehr, sehr, sehr lange – deutlich länger, als so mancher, der dies liest, vermuten würde. Es war wahrlich wundervoll. Das ganze Haus ruhte förmlich friedlich in den Betten und nur selten wagte sich ein Teili runter in die Räumlichkeiten des Hauses.
Doch eine leise Meise bewegte sich im stillen Kämmerlein, das man in Fachkreisen auch als Essensherstellungsraum bezeichnet: unser frohlockender Koch oder Essphysiker Tobi, der sich schon morgens früh ins Zeug legte, um einen wahrhaft köstlichen Brunch (Breakfast and Lunch) auf die Beine zu stellen (an dieser Stelle bitte im Kopf einen Applaus denken). Bei eben diesem Brunch wurde sogar der Hund in der Pfanne verrückt. Papperlapapp, genug vom Brunch, denn der war so gut, dass wir nicht wollen, dass Sie zu eifersüchtig werden.
Und damit wir nicht den ganzen Tag vor dem Rechner sitzen und Kokolores gucken, ging es nach einer minikleinen großen Mittagspause wieder weiter mit dem Programm. Uns wurde erst gesagt, wir sollten kommen, wie wir sind – aber Pustekuchen! Es kam die Nachricht (nicht etwa per Telegram, sondern durch unser mobiles Endgerät), dass es ratsam wäre, die Sportbekleidung überzustreifen und sich samt Wanderschuhen auf dem Hof zu sammeln. Diese Schlawiner (Teamer) haben uns doch glatt wieder im Dunkeln tappen lassen. Doch was tut man nicht alles für ein wenig Spannung, nicht wahr?



Draußen zog es zum Glück nicht wie Hechtsuppe und man konnte den Pulli in den Gemächern lassen. Es wurde das Spiel gespielt, das ja wohl bekannt ist wie ein bunter Hund. Unsere Leserschaft hat es bestimmt schon längst erraten: natürlich Werwolf. Wer es nicht kennt … naja, ist jetzt zu lang, um es zu erklären. War doch nur geflunkert! Es funktioniert ähnlich wie das Kartenspiel, nur in diesem Fall mit den Rollen Jäger, Werwolf, Liebespaar und Hexe. Diese werden im Team verteilt und Jäger können Werwölfe abschießen (wichtig: natürlich keine echten Pfeile, sondern Nerf) und Werwölfe können alle außer anderen Werwölfen fangen. War jetzt natürlich etwas abgespeckt, aber wir hoffen, man versteht ein bisschen das Prinzip. Es war auf alle Fälle affengeil und wir hatten alle mächtig Freude am Spielen.






Danach folgte ein erste Sahne Hotseat mit Top-Teamer Tim, dessen Fragen zum Glück nicht unter aller Kanone waren. Keine Zeit für Faxen, denn das nächste, nicht ganz ordinäre Abendessen stand auf der Tagesordnung. Unser Koch Tobi hatte frei und so sorgte Geriet, unser treuer Busfahrer und Co-Koch, für einen Gaumenschmaus. Es gab (hier Trommelwirbel denken): Gulasch mit Reis! Es war vorzüglich, wie nicht anders zu erwarten war.
Zum Erstaunen der Teamer hatte wohl kein Zimmer Säcke vor der Tür, denn alle Teilis standen um 20 Uhr zum letzten Programm auf der Matte. Und holla die Waldfee, war das eine Auswahl! Von Bogenschießen bis Stimmbandgymnastik sowie Tanz, Fußek und Kanutrips war alles dabei. Es wurde sogar das Tanzbein geschwungen und natürlich am diesjährigen Merch gearbeitet.
Die Teamer zogen sich nach dem fantastischen Programm an ein schattiges Plätzchen zurück, um ihre alltägliche Teamerrunde oder den Kreis der allwissenden Baiter zu versammeln. Wir hingegen füllen unsere Zeit nicht damit, vor der Glotze zu verweilen. Manche nutzten die Gunst der Stunde, um nach dem Duschen die Unterbuxe zu wechseln, wohingegen andere sich im Gemeinschaftsraum unterhielten und spielten (wir wollten hier auf den Paarreim aufmerksam machen).
Im Anschluss folgte eine wundervolle Andacht der lieben und gutherzigen Johanna, bevor es schlussendlich ins Bettchen ging und die Homies auf den Zimmern eintrafen. Wohl dem, der schon vorher die Zähne geputzt hat!
Und damit eine gute Nacht – und falls Sie gerade auf dem Klo sitzen, wird es Zeit aufzustehen!
geschrieben von Zimmer „Homen Gruve“; Anti, Charlotte, Johanna, Louisa, Luisa, Mila, Paula, Skadi
Anmerkung des Teams: Die Teilis hatten die Aufgabe, sogenannte Boomer-Wörter in den Blog einzubauen.

